Ohrenschmerzen vom Freibad
Durch den Aufenthalt im Wasser weicht die Haut im äußeren Gehörgang auf, der natürliche Fettschutz wird aufgelöst. Beschleunigt wird dieser Prozess von Chlor, das in Bädern zur Desinfektion verwendet wird. Dasselbe kann auch in Badeseen oder im Meer passieren. Keime haben so ein leichtes Spiel: Mühelos dringen sie in die Haut ein, vermehren sich und verursachen eine lokale Entzündung.
Besser keine Wattestäbchen
Etwa zwei Tage nach der Infektion mit den Keimen setzen Ohrenschmerzen ein. Häufig beginnen die Beschwerden mit Juckreiz, das Ohr wird berührungsempfindlich. Die Haut im Gehörgang ist rot und geschwollen, ein trübes Sekret bedeckt die Hautoberfläche. Dem Patienten geht es oft sehr schlecht. Zwar können zunächst Schmerzmittel und Kühlung des Ohres die Beschwerden etwas lindern. Eine Untersuchung beim HNO-Arzt ist unerlässlich. Er prüft, ob nicht etwa auch das Mittelohr betroffen ist. Handelt es sich um eine Gehörgangsentzündung, wird unter anderem ein Gazestreifen mit entzündungshemmender Salbe in den Gehörgang eingelegt. Um einer Schwimmbad-Otitis vorzubeugen, ist es wichtig, keine Wattestäbchen zu nehmen, durch sie wird der Fettschutz der Haut entfernt.











